Sentera ist Spezialist für HVAC-Regelungslösungen. Eine Regelungslösung ist eine Möglichkeit, ein Gerät (zum Beispiel einen Ventilator) zu steuern. Diese Regelungssysteme gibt es in verschiedenen Formen – von sehr einfach bis hin zu komplexeren Systemen. In diesem Artikel erklären wir den Unterschied zwischen den beiden am häufigsten verwendeten Regelungssystemen in der Lüftungsbranche.
Das einfachste Regelungssystem ist die sogenannte EIN/AUS-Regelung. Eine EIN/AUS-Regelung funktioniert wie ein klassischer Lichtschalter: Das System kennt nur zwei Zustände – vollständig ein oder vollständig aus. Im Zusammenhang mit Lüftung bedeutet dies, dass entweder viel Frischluft zugeführt wird oder gar keine. Dadurch entstehen häufig Schwankungen: Erst wird die Luft etwas stickig, bevor das System startet, und anschließend bläst die Lüftung plötzlich sehr stark.
Ein ausgefeilteres Regelungssystem ist die proportionale Regelung. Eine proportionale Regelung funktioniert eher wie ein Dimmer, das Gaspedal eines Autos oder ein Wasserhahn. Möchte man ein kleines Glas füllen, öffnet man den Wasserhahn nur leicht. Möchte man einen ganzen Eimer füllen, öffnet man ihn vollständig. Statt nur ein- oder ausgeschaltet zu sein, passt sich das System stufenlos dem tatsächlichen Bedarf an. In einer Lüftungsanlage funktioniert die proportionale Regelung folgendermaßen: Ist die Luft nur leicht belastet, lüftet das System sanft. Betreten mehr Personen den Raum und verschlechtert sich die Luftqualität, erhöht das System automatisch die Lüftungsleistung. Dadurch bleibt das Raumklima wesentlich konstanter und komfortabler – ohne große Schwankungen.
Kurz gesagt: Eine EIN/AUS-Regelung arbeitet nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip, während eine proportionale Regelung genau das tut, was im jeweiligen Moment erforderlich ist.
EIN/AUS-Regelung
Ein großer Vorteil einer EIN/AUS-Regelung ist ihre Einfachheit und Zuverlässigkeit. Das System arbeitet nach einem klaren Prinzip: Sobald ein bestimmter Grenzwert erreicht wird, schaltet es ein; wird dieser Grenzwert nicht mehr überschritten, schaltet es wieder aus. Dadurch ist die Fehleranfälligkeit gering und die Funktionsweise sowohl für Anwender als auch für Installateure leicht verständlich. In der Lüftungstechnik bedeutet „ein“ normalerweise hohe Lüftungsstufe und „aus“ eine niedrige oder minimale Lüftungsstufe. Lüftungssysteme werden häufig niemals vollständig abgeschaltet.
Darüber hinaus ist eine EIN/AUS-Regelung günstiger in der Anschaffung und Installation. Es werden keine komplexen Regler, Frequenzumrichter oder fortschrittlichen Sensoren benötigt. Dadurch ist das System besonders attraktiv für kleinere Anlagen oder Anwendungen mit begrenztem Budget.
Auch hinsichtlich Wartung und Störanfälligkeit schneidet eine EIN/AUS-Regelung gut ab. Da weniger Komponenten und weniger komplexe Elektronik vorhanden sind, ist die Wahrscheinlichkeit von Defekten geringer, und eventuelle Reparaturen lassen sich einfacher und schneller durchführen. Sollte dennoch eine Störung auftreten, ist diese aufgrund der einfachen Struktur meist leicht zu lokalisieren.
Außerdem ist eine EIN/AUS-Regelung in vielen Situationen vollkommen ausreichend. In Anwendungen, bei denen der Lüftungsbedarf klar vorhanden oder nicht vorhanden ist – etwa in Toiletten, Garagen oder sporadisch genutzten Räumen – genügt es vollkommen, wenn das System bei Bedarf einfach eingeschaltet und anschließend wieder ausgeschaltet wird. In solchen Fällen überwiegt die Einfachheit oft die Vorteile eines komplexeren Regelungssystems.
Schließlich bietet eine EIN/AUS-Regelung auch eine gewisse Robustheit. Sie benötigt keine Feinabstimmung oder komplizierten Einstellungen und funktioniert in der Regel zuverlässig ohne häufige Anpassungen. Dadurch eignet sie sich besonders für Anwendungen, bei denen Benutzerfreundlichkeit und Zuverlässigkeit wichtiger sind als hochpräzise Regelung.
Eine typische Anwendung ist die Erkennung von Kohlenmonoxid (CO) in Parkhäusern. Sobald ein gefährlicher CO-Grenzwert überschritten wird, sollte die Lüftung sofort mit voller Leistung eingeschaltet werden, um die gefährliche Situation schnellstmöglich durch die Zufuhr großer Mengen Frischluft zu entschärfen. Sinkt die CO-Konzentration wieder unter den Alarmgrenzwert, kann die Lüftung auf minimale Drehzahl zurückgeschaltet werden.
Ein weiteres Beispiel ist der Frostschutz von Filtersystemen in Freibädern. Sinkt die Temperatur unter 5 °C, kann eine Umwälzpumpe aktiviert werden, um Frostschäden zu verhindern. Solange Frostgefahr besteht, läuft die Pumpe weiter. Steigt die Temperatur wieder über den eingestellten Grenzwert (5 °C), stoppt die Pumpe.
EIN/AUS-Regelung für Motoren
Elektromotoren verbrauchen viel Energie. Je leistungsstärker sie sind, desto mehr Energie verbrauchen sie und desto mehr Luftstrom können sie erzeugen. Bei AC-Motoren wird die Energieversorgung des Motors (elektrischer Strom) über einen Drehzahlregler oder einen Frequenzumrichter gesteuert. EC-Motoren verfügen über eine integrierte Drehzahlregelung. In beiden Fällen muss zwischen elektrischer Leistung und elektrischen Steuersignalen unterschieden werden. Das Steuersignal ist der Start-/Stopp-Befehl, den der Drehzahlregler (oder die Elektronik des EC-Motors) empfängt. Die elektrische Leistung ist die Energie, die der Motor zum Drehen benötigt. Der Motor wandelt diese elektrische Energie in mechanische Energie um. Elektronische Steuersignale sind kleine elektrische Ströme, die zur Steuerung des Motors verwendet werden. Sie geben an, wann der Motor starten oder stoppen soll, wie schnell er drehen soll usw.
Ein Elektromotor enthält eine Spule aus Wicklungen. Technisch spricht man hierbei von einer induktiven Last. Eines der grundlegenden physikalischen Gesetze besagt, dass ein elektrischer Strom, der durch eine Wicklung fließt, sich selbst aufrechterhalten möchte. Deshalb ist das Unterbrechen eines elektrischen Stroms in einer induktiven Last nicht einfach. Besonders bei größeren Elektromotoren (höheren Strömen) sind spezielle Schaltgeräte erforderlich. Diese Schaltgeräte schalten die Motorströme – also die große Energiemenge, die der Motor zum Betrieb benötigt. Die Schaltgeräte selbst werden wiederum durch kleine elektronische Steuersignale angesteuert.
Das Ein- und Ausschalten eines Motors erfordert daher ein Steuersignal, das entweder hoch (Motor ein) oder niedrig (Motor aus) sein kann. Das Schalten des Motors erfolgt somit über ein digitales Steuersignal, häufig einen potenzialfreien Kontakt oder einen digitalen Eingang des Drehzahlreglers. Wird dieser Kontakt geschlossen, erhält der Drehzahlregler ein Startsignal und der Ventilator beginnt sich zu drehen. Wird der Kontakt geöffnet, wechselt der Motor in den Stopp- oder Standby-Modus. Es gibt auch Drehzahlregler, bei denen der digitale Eingang zum Umschalten zwischen hoher und niedriger Drehzahl verwendet wird.
Folgende Drehzahlregler verfügen über einen digitalen Eingang:
- Transformator-Drehzahlregler für 5-stufige Drehzahlregelung. Folgende Drehzahlregler verfügen über einen digitalen Eingang zum ferngesteuerten EIN-/AUS-Schalten des Motors:
- STRA-Serie - der vielseitige Drehzahlregler! Die STRA1-Serie steuert 1-phasige Motoren, die STRA4-Serie 3-phasige Motoren. Diese Drehzahlregler verfügen über einen digitalen Eingang, einen Alarmausgang und einen ungeregelten Ausgang. Ist der digitale Eingang aktiv, startet der Motor. Der ungeregelte Ausgang ist aktiv, solange der Motor läuft. Wird eine Motorüberhitzung erkannt, wird der Alarmausgang aktiviert. Nach einem Stromausfall startet der Motor automatisch neu.
- SFPR-Serie - der ideale Drehzahlregler für industrielle Küchenabzugshauben! Die SFPR1-Serie steuert 1-phasige Motoren, die SFPR4-Serie 3-phasige Motoren. Zusätzlich verfügen sie über einen Ausgang zur Steuerung des Gasventils. Der Ventilator wird über den Thermostateingang aktiviert; wird der eingestellte Temperaturwert überschritten, startet der Ventilator. Ein Luftstromsensor (Druckschalter) ist erforderlich, um den Luftstrom zu erkennen. Der Ausgang für das Gasventil wird gleichzeitig mit dem Ventilator aktiviert. Wird innerhalb von 60 Sekunden nach Motorstart kein Luftstrom erkannt, wird der Ausgang für das Gasventil aus Sicherheitsgründen deaktiviert. Nach einem Stromausfall startet der Motor automatisch neu.
- STTA4-Serie - Diese Drehzahlregler verfügen über einen thermomagnetischen Schutzschalter, der vor Überlast schützt. Sie steuern 3-phasige Motoren. Der digitale Eingang kann für Fernstart- und Fernstopp-Befehle verwendet werden. Nach einem Stromausfall startet der Motor automatisch neu.
- Transformator-Drehzahlregler für 5-stufige Drehzahlregelung. Folgende Drehzahlregler verfügen über einen digitalen Eingang zum Umschalten zwischen niedriger und hoher Drehzahl:
- SC2-1-Serie - Verfügt über einen digitalen Eingang zum Umschalten zwischen zwei Motordrehzahlen. Beide Drehzahlen können über zwei Drehknöpfe an der Vorderseite eingestellt werden. Die SC2-1-Serie steuert 1-phasige Motoren.
- SC2A-Serie - Verfügt über einen digitalen Eingang zum Umschalten zwischen zwei Motordrehzahlen. Beide Drehzahlen können über zwei Drehknöpfe an der Vorderseite eingestellt werden. Zusätzlich besitzen diese Geräte einen TK-Eingang zur Überwachung der Motortemperatur. Wird eine Überhitzung erkannt, wird das System gestoppt und ein Alarm aktiviert. Die SC2A1-Serie teuert 1-phasige Motoren, die SC2A4-Serie 3-phasige Motoren.
- SER-1-Serie - Verfügt über eine Notfalltaste zur Aktivierung der Rauchabzugsfunktion (Volllast). Diese Geräte steuern 1-phasige Motoren. Der Rauchabzug kann auch über einen digitalen Eingang aktiviert werden.

- Elektronische Drehzahlregler für stufenlose Drehzahlregelung. Folgende Drehzahlregler verfügen über einen digitalen Eingang zum ferngesteuerten EIN-/AUS-Schalten des Motors:
- ITRS9-Serie - Die ITRS9-Serie sind stufenlose Drehzahlregler für 1-phasige Motoren. Der Motor beschleunigt entweder im Kickstart- oder im Softstart-Modus. Der Motor kann über den integrierten EIN-/AUS-Schalter oder über den digitalen Eingang aktiviert werden. Die TK-Überwachungsfunktion deaktiviert den Motor, wenn eine Motorüberhitzung erkannt wird. In diesem Fall wird ein Alarm aktiviert, um auf Probleme mit dem Motor hinzuweisen.

- ITRS9-Serie - Die ITRS9-Serie sind stufenlose Drehzahlregler für 1-phasige Motoren. Der Motor beschleunigt entweder im Kickstart- oder im Softstart-Modus. Der Motor kann über den integrierten EIN-/AUS-Schalter oder über den digitalen Eingang aktiviert werden. Die TK-Überwachungsfunktion deaktiviert den Motor, wenn eine Motorüberhitzung erkannt wird. In diesem Fall wird ein Alarm aktiviert, um auf Probleme mit dem Motor hinzuweisen.
- Frequenzumrichter für stufenlose Drehzahlregelung.
- Frequenzumrichter für variable Drehzahlregelung verfügen über mehrere digitale Eingänge sowie zahlreiche Steuerungsoptionen. Ein einfacher Start-/Stopp-Befehl kann über Eingang 1 gegeben werden. Es sind sowohl Modelle für die Wandmontage als auch für die DIN-Schienenmontage verfügbar. Die FI-E11-Serie steuert 1-phasige Motoren, die FI-E44-Serie steuert 3-phasige Motoren.

Proportionale Regelung
Der Hauptvorteil der proportionalen Regelung besteht darin, dass sie sich kontinuierlich an den tatsächlichen Bedarf anpasst. Statt das System einfach vollständig ein- oder auszuschalten, wird die Leistung stufenlos geregelt. Dadurch wird jederzeit genau die Menge an Lüftung bereitgestellt, die gerade erforderlich ist. Die Luftqualität bleibt dadurch deutlich konstanter, und große Schwankungen – wie plötzlich stickige Luft oder starke Zugluft – werden vermieden.
Die proportionale Regelung sorgt für ein höheres Komfortniveau. Da das System nicht abrupt ein- und ausschaltet, sondern sanft nachregelt, empfinden Nutzer weniger Störungen durch Geräusche oder Luftbewegungen. Die Lüftung arbeitet im Hintergrund, ohne wirklich wahrgenommen zu werden, während der Raum angenehm bleibt.
Ein weiterer Vorteil ist die Energieeffizienz. Da das System nur dann stärker arbeitet, wenn es wirklich notwendig ist, wird weniger Energie verbraucht als bei einem System, das regelmäßig mit voller Leistung läuft. Das betrifft sowohl den Stromverbrauch des Ventilators als auch die Reduzierung von Wärmeverlusten durch übermäßige Lüftung. Langfristig kann dies zu spürbaren Einsparungen führen. Außerdem trägt die proportionale Regelung zu einer längeren Lebensdauer der Anlage bei. Da das System seltener abrupt zwischen Ein- und Ausschalten wechselt, werden Komponenten wie Motoren und Schalter weniger belastet. Dies reduziert den Verschleiß und verringert die Wahrscheinlichkeit von Defekten.
Die proportionale Regelung eignet sich daher besonders für Umgebungen mit ständig wechselnden Bedingungen, wie Büros, Klassenzimmer oder Wohnräume mit schwankender Belegung. In solchen Situationen passt sich das System automatisch an die Nutzung an, ohne dass ein Eingreifen erforderlich ist. Dadurch vereint sie Komfort, Effizienz und einfache Handhabung in einer Lösung.
Eine typische Anwendung ist die Messung der CO₂-Konzentration im Raum mithilfe eines CO₂-Sensors mit analogem Ausgangssignal. Mit diesem analogen Ausgangssignal kann die Lüftungsanlage proportional gesteuert werden. Je mehr Personen sich in einem geschlossenen Raum befinden, desto schneller steigt die CO₂-Konzentration. Dadurch erhöht sich das analoge Ausgangssignal des Sensors, und die Lüftungsleistung wird gesteigert. Durch die zusätzliche Frischluftzufuhr sinkt der CO₂-Wert wieder, und es stellt sich ein Gleichgewicht ein, wodurch eine gute Luftqualität erhalten bleibt.
Eine ähnliche Anwendung ist die Regelung der Lüftung über einen Sensor für relative Luftfeuchtigkeit. Wenn kein Raumfühler verwendet werden kann, kann ein Kanalsensor eingesetzt werden. Dieser wird am besten im Abluftkanal installiert, da so die Luftqualität im Raum indirekt erfasst werden kann. Steigt die gemessene relative Luftfeuchtigkeit, erhöht sich das analoge Signal des Sensors, und die Lüfterdrehzahl steigt. Die zusätzliche Belüftung senkt anschließend die Luftfeuchtigkeit wieder, bis ein Gleichgewicht erreicht ist.
Proportionale Regelung für Motoren
Wie auch bei der EIN/AUS-Regelung erfolgt das Ein- und Ausschalten des Motors über ein EIN/AUS-Signal, das an den digitalen Eingang des Drehzahlreglers angeschlossen ist. Wird dieser Kontakt geschlossen, erhält der Drehzahlregler einen Startbefehl und der Ventilator beginnt zu laufen. Wird der Kontakt geöffnet, wechselt der Motor in den Stopp- oder Standby-Modus. Dies entspricht der im vorherigen Kapitel beschriebenen Start-/Stopp-Steuerung.
Nun gehen wir einen Schritt weiter. Wenn der Ventilator läuft, kann er langsam oder schnell drehen, und zusätzlich kann die Drehzahl gesteuert werden. Dafür wird neben dem Start-/Stopp-Befehl ein zusätzliches Steuersignal benötigt – ein proportionales bzw. analoges Steuersignal. Dieses analoge Signal gibt dem Drehzahlregler (oder dem EC-Motor) vor, mit welcher Geschwindigkeit der Motor drehen soll. Ein analoges Signal ist ein kontinuierliches elektrisches Signal, das zwischen einem Minimal- und Maximalwert variieren kann. Analoge Signale dienen dazu, Werte zwischen Geräten zu übertragen – man kann sie als eine Art Kommunikationssprache zwischen zwei Geräten betrachten.
Es gibt verschiedene Arten von analogen Steuersignalen: häufig verwendet werden 0–10-Volt-Signale, 0–20 mA, PWM-Signale oder Kommunikationsprotokolle wie Modbus RTU zur Drehzahleinstellung. Jedes dieser Signale hat eigene Vor- und Nachteile. Ein Beispiel ist das 0–10-Volt-Signal: Bei 0 Volt läuft der Motor mit minimaler Drehzahl, bei 10 Volt mit maximaler Drehzahl. Die Minimal- und Maximaldrehzahlen können in der Regel im Drehzahlregler definiert werden. Das analoge Steuersignal gibt also vor, wie schnell der Motor laufen soll. Zusätzlich zum analogen Signal wird meist ein separates digitales Signal für Start und Stopp verwendet. So kann der Motor gestartet, geregelt und gestoppt werden.
Dabei wird zwischen Leistung und Steuersignalen unterschieden. Die Versorgungsspannung (die Leistung) bleibt dauerhaft am Drehzahlregler oder EC-Motor angeschlossen. Das digitale Steuersignal entscheidet, ob der Motor eingeschaltet wird. Das analoge Steuersignal bestimmt, wie stark der Motor arbeitet und wie schnell er dreht.
Folgende Ventilator-Drehzahlregler benötigen ein analoges Steuersignal:
- Transformator-Drehzahlregler für 5-stufige Drehzahlregelung:
- STVS-Serie - Die STVS-Serie sind 5-stufige Ventilator-Drehzahlregler mit analogem Eingang. Das 0–10-Volt-Steuersignal aktiviert eine der fünf Stufen. Liegt das Steuersignal unter 2 Volt, stoppt der Motor. Die STVS1-Serie steuert 1-phasige Motoren, die STVS4-Serie 3-phasige Motoren.

- STVS-Serie - Die STVS-Serie sind 5-stufige Ventilator-Drehzahlregler mit analogem Eingang. Das 0–10-Volt-Steuersignal aktiviert eine der fünf Stufen. Liegt das Steuersignal unter 2 Volt, stoppt der Motor. Die STVS1-Serie steuert 1-phasige Motoren, die STVS4-Serie 3-phasige Motoren.
- Elektronische Drehzahlregler für stufenlose Drehzahlregelung:
- EVS-1-Serie - Die EVS-1-Serie sind stufenlose Drehzahlregler für 1-phasige Motoren. Sie verfügen über einen digitalen Eingang zum ferngesteuerten Starten und Stoppen des Motors. Über den analogen Eingang kann die Drehzahl des Ventilators geregelt werden. Das Gehäuse ist für die Wandmontage ausgelegt.
- EVSS1-Serie - Die EVSS1-Serie sind stufenlose Drehzahlregler für 1-phasige Motoren. Genau wie die EVS-1-Serie verfügen sie über einen digitalen Eingang zum ferngesteuerten Start-/Stopp-Betrieb des Motors. Über den analogen Eingang kann die Drehzahl geregelt werden. Zusätzlich besitzen sie einen TK-Eingang zur Überwachung der Motortemperatur. Wird eine Motorüberhitzung erkannt, wird das System gestoppt und ein Alarm ausgelöst. Das Gehäuse ist für die Wandmontage ausgelegt.
- MVS-1-Serie - Die MVS-1-Serie sind stufenlose Drehzahlregler für 1-phasige Motoren. Sie verfügen über einen digitalen Eingang zum ferngesteuerten Starten und Stoppen des Motors. Über den analogen Eingang kann die Drehzahl geregelt werden. Das Gehäuse ist für die Montage auf einer DIN-Schiene im Schaltschrank vorgesehen.
- MVSS1-Serie - Die MVSS1-Serie sind stufenlose Drehzahlregler für 1-phasige Motoren. Genau wie die EVS-1-Serie verfügen sie über einen digitalen Eingang zum ferngesteuerten Start-/Stopp-Betrieb des Motors. Über den analogen Eingang kann die Drehzahl geregelt werden. Zusätzlich besitzen sie einen TK-Eingang zur Überwachung der Motortemperatur. Bei erkannter Motorüberhitzung wird das System gestoppt und ein Alarm ausgelöst. Das Gehäuse ist für die Montage auf einer DIN-Schiene im Schaltschrank ausgelegt.
- TVSS5-Serie - Die TVSS5-Serie sind stufenlose Drehzahlregler für 3-phasige Motoren. Sie verfügen über einen digitalen Eingang zum ferngesteuerten Starten und Stoppen des Motors. Über den analogen Eingang kann die Drehzahl geregelt werden. Zusätzlich besitzen sie einen TK-Eingang zur Überwachung der Motortemperatur. Wird eine Motorüberhitzung erkannt, wird das System gestoppt und ein Alarm ausgelöst. Das Gehäuse ist für die Montage auf einer DIN-Schiene im Schaltschrank ausgelegt.

- Frequenzumrichter
- Frequenzumrichter sind stufenlose Drehzahlregler. Sie verfügen über mehrere digitale Eingänge sowie zahlreiche Steuerungsoptionen. Über den analogen Eingang kann die Motordrehzahl eingestellt werden. Es sind sowohl Modelle für die Wandmontage als auch für die DIN-Schienenmontage erhältlich. Die FI-E11-Serie steuert 1-phasige Motoren, die FI-E44-Serie steuert 3-phasige Motoren.

Wie erzeugt man ein Steuersignal?

Ein digitales Steuersignal kann durch einen einfachen Schalter oder ein Relais erzeugt werden. Ein Schalter kann verwendet werden, um ein Gerät manuell ein- oder auszuschalten. Ein Relais ist ein Schalter, der nicht von Hand, sondern elektrisch gesteuert wird. Wenn ein kleines elektrisches Signal an das Relais gesendet wird, schaltet es einen anderen Stromkreis ein oder aus. Ein Sensor mit Relaisausgang schaltet das Relais, sobald ein bestimmter Wert (z. B. Temperatur, CO-Wert usw.) erreicht wird. Auf diese Weise kann der Sensor beispielsweise einen Ventilator starten, wenn ein bestimmter CO-Wert erreicht wird. Der Ventilator läuft dann mit maximaler Drehzahl weiter, bis sich die CO-Werte wieder normalisiert haben. Sobald die CO-Konzentration unter den Grenzwert fällt, schaltet das Relais ab und der Ventilator stoppt.
Ein analoges Steuersignal wird verwendet, um die Drehzahl eines Ventilators zu regeln. Es ist mehr als nur ein Ein- oder Ausschalten. Mit einem analogen Signal kann ein Wert oder eine Größe definiert werden. Ein analoges Signal kommt typischerweise von einem Sensor oder einem Potentiometer. Ein Potentiometer kann verwendet werden, um die Ventilatordrehzahl manuell einzustellen. Durch Drehen des Reglers erzeugt man ein 0–10-Volt-Signal zur Steuerung der Drehzahl. Sensoren messen in der Regel Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, CO₂ oder Luftqualität. Ein Sensor wandelt die Messung in ein analoges Signal um – standardmäßig ein 0–10-Volt-Signal.
Die Kombination aus Sensor und Drehzahlregler ermöglicht eine bedarfsabhängige Regelung der Ventilatordrehzahl. Bedarfsgeführte Lüftungsregelung passt die Frischluftmenge an den tatsächlichen Bedarf an, zum Beispiel an die Anzahl der Personen im Raum oder den Verschmutzungsgrad der Luft. Der Hauptvorteil ist die Energieeffizienz, da das System nur dann stärker lüftet, wenn es wirklich notwendig ist, anstatt ständig mit voller Leistung zu laufen. Dadurch sinken die Betriebskosten, da Ventilatoren sowie Heiz- und Kühlsysteme in Zeiten geringer Nachfrage weniger arbeiten müssen. Gleichzeitig verbessert sich die Raumluftqualität, da bei erhöhten Schadstoff- oder CO₂-Werten mehr Frischluft zugeführt wird. Außerdem wird die Lebensdauer der Anlagen verlängert, da sie weniger dauerhaft belastet werden. Insgesamt sorgt die bedarfsgeführte Lüftungsregelung für ein effizienteres, kostengünstigeres und komfortableres Raumklima, indem sie auf reale Bedingungen reagiert statt konstant zu arbeiten.
Die folgenden Sensoren verfügen über einen analogen Ausgang und können zur Drehzahlregelung verwendet werden:
Wie kann man eine EIN/AUS-Regelung mit einem 0–10-Volt-Signal realisieren? Diese Frage stellt sich, wenn ein Sensor mit 0–10-Volt-Ausgang installiert ist und der Ventilator dennoch EIN/AUS gesteuert werden soll. In diesem Fall bieten die ARM-Module die Lösung. Das ARM-Modul wandelt ein analoges Signal in einen Relaisausgang um. Daher der Name: Analog-to-Relay-Module. Das analoge Signal eines Sensors kann an das ARM-Modul angeschlossen werden. Der Schaltpunkt kann eingestellt werden. Sobald dieser Schaltpunkt erreicht ist, schaltet der Relaisausgang des ARM-Moduls.
Ein Beispiel: Die minimal messbare Temperatur beträgt 0 °C, die maximale Temperatur 50 °C. Das analoge Ausgangssignal des Temperatursensors variiert zwischen 0 und 10 Volt, wobei 0 Volt 0 °C und 10 Volt 50 °C entsprechen. Bei einer Temperatur von 25 °C beträgt das Ausgangssignal somit 5 Volt. Kurz gesagt folgt das analoge Signal einer linearen Kurve und steigt proportional zur Temperatur.
Eine typische Anwendung ist das Einschalten der Kühlung. In diesem Beispiel wird Kühlung nur benötigt, wenn die Temperatur über 25 °C steigt. Das bedeutet, dass die Kühlung genau dann eingeschaltet werden muss, wenn dieser Wert erreicht wird. Wird der Schaltpunkt des ARM-Moduls auf 5 Volt (25 °C) eingestellt, schaltet der Relaiskontakt bei Erreichen dieser Temperatur. Die Kühlung kann dann über den Relaiskontakt eingeschaltet werden.



