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Gebäudetherapie: Ein Rezept für gesündere Arbeitsplätze

21.08.2026
Die COVID-19-Pandemie hat die Art und Weise, wie wir über Innenräume denken, grundlegend verändert. Die Innenraumluftqualität und die Belüftung rückten plötzlich in den Fokus der öffentlichen Gesundheit und machten deutlich, welche entscheidende Rolle Gebäude beim Schutz der Gesundheit und des Wohlbefindens ihrer Nutzer spielen. Gesunde Innenräume sind längst kein Luxus mehr – sie sind zu einer grundlegenden Voraussetzung für moderne Arbeitsplätze geworden.
 
 
Auslöser: Die Rückkehr ins Bürosick-building-syndrome
In den vergangenen Jahren sind Remote- und Hybridarbeit für Millionen von Beschäftigten zur Normalität geworden. Während die Menschen ihre Arbeitszeit zwischen Zuhause und Arbeitsplatz aufteilen, haben sich viele Gebäude an eine geringere Auslastung, niedrigere interne Wärmelasten und veränderte Lüftungsmuster angepasst. Heute ermutigen oder verpflichten jedoch immer mehr Unternehmen ihre Mitarbeitenden schrittweise zur Rückkehr ins Büro. Viele Gebäude wurden allerdings auf Grundlage von Annahmen geplant, die nicht mehr den heutigen Arbeitsgewohnheiten entsprechen. Andere sind schlicht in die Jahre gekommen – mit HLK-Systemen, die nicht mehr optimal funktionieren.
Eine Rückkehr zu voller Auslastung bedeutet höhere CO₂-Konzentrationen, einen erhöhten Kühlbedarf und eine stärkere Belastung der Lüftungssysteme – genau die Bedingungen, unter denen die Innenraumluftqualität besonders kritisch wird. Mit steigender Auslastung stellt sich daher eine entscheidende Frage: Sind unsere Bürogebäude bereit, die Menschen wieder willkommen zu heißen?
 
 
Symptome: Wenn das Gebäude zum Problem wird
Mit steigender Auslastung wächst auch der Druck auf die Gebäudesysteme. Mehr Menschen führen zu höheren CO₂-Konzentrationen und einem größeren Kühlbedarf. Wenn Lüftung und Temperaturregelung damit nicht Schritt halten können, verschlechtern sich die Innenraumbedingungen, das Wohlbefinden der Mitarbeitenden leidet und die Produktivität sinkt.
Mitarbeitende können unter Symptomen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, trockenen Augen, Reizungen der Nase oder des Rachens, Konzentrationsschwierigkeiten und einem allgemeinen Unwohlsein leiden. Dieses Phänomen hat sogar einen Namen: Sick Building Syndrome (SBS) – das Sick-Building-Syndrom bzw. Gebäudekrankheit. Dabei handelt es sich nicht um eine einzelne Krankheit, sondern vielmehr um eine Gruppe von Symptomen, die mit dem Aufenthalt in einem bestimmten Gebäude in Verbindung stehen. Bemerkenswert ist, dass diese Beschwerden häufig kurz nach dem Verlassen des Gebäudes abnehmen oder vollständig verschwinden.
Obwohl das Sick-Building-Syndrom verschiedene Ursachen haben kann, zählen eine schlechte Innenraumluftqualität, unzureichende Belüftung, eine falsche Temperaturregelung, übermäßige Luftfeuchtigkeit und eine unzureichende Instandhaltung des Gebäudes zu den häufigsten Auslösern.
 
 
Diagnose: Ein Teufelskreis
Die Folgen einer schlechten Innenraumluftqualität gehen weit über das reine Wohlbefinden der Gebäudenutzer hinaus. Untersuchungen zeigen immer wieder, dass die Qualität des Innenraumklimas die kognitive Leistungsfähigkeit, Konzentration, Fehlzeiten und die allgemeine Zufriedenheit am Arbeitsplatz beeinflusst. Mitarbeitende, die sich unwohl, müde oder abgelenkt fühlen, arbeiten schlicht weniger effektiv.
Ironischerweise können Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden zur Stärkung von Zusammenarbeit und Produktivität zurück ins Büro holen, genau das Gegenteil erreichen, wenn der Arbeitsplatz keine gesunde und komfortable Umgebung bietet. Statt diese Ziele zu unterstützen, beeinträchtigt der Arbeitsplatz damit genau die Vorteile, die Arbeitgeber sich von der Rückkehr ins Büro erhofft haben.
 
 
building-climate-challengeNebenwirkung: Die Herausforderung durch den Klimawandel
Diese Herausforderungen werden durch immer häufiger auftretende Hitzewellen noch verstärkt. Steigende Außentemperaturen erhöhen den Kühlbedarf und setzen gleichzeitig die Effizienz vieler herkömmlicher HLK-Systeme zunehmend unter Druck. Gebäude haben oft Schwierigkeiten, akzeptable Innenraumbedingungen aufrechtzuerhalten. Dadurch entsteht ein sensibles Gleichgewicht zwischen Energieeffizienz, thermischem Komfort und gesunder Innenraumluft. Genau hier können intelligente Regelungsstrategien und Free Cooling einen entscheidenden Unterschied machen!
 
 
Behandlung: Gebäudetherapie
Glücklicherweise lassen sich viele dieser Herausforderungen mit den richtigen Strategien vermeiden.
Intelligente HLK-Steuerung, kontinuierliches Monitoring der Innenraumluftqualität und intelligente Automatisierung ermöglichen es, Innenraumumgebungen dynamisch an die Auslastung, Wetterbedingungen und den Kühlbedarf anzupassen. Technologien wie Free Cooling können den Bedarf an mechanischer Kühlung reduzieren und gleichzeitig für angenehme Innenraumbedingungen sorgen, sofern die Außentemperaturen dies zulassen.
Da das Gebäudemanagement zunehmend datengetrieben wird, spielen fortschrittliche Regler eine entscheidende Rolle bei der Optimierung sowohl des Wohlbefindens der Gebäudenutzer als auch der Energieeffizienz. Die gesündesten Arbeitsplätze sind nicht mehr diejenigen, die einfach nur heizen und kühlen – sondern diejenigen, die sich kontinuierlich anpassen.
Denn vielleicht besteht die beste Therapie für ein „krankes“ Gebäude nicht darin, die Menschen darin zu behandeln, sondern das Gebäude selbst.
 
 
Prognose: Gesunde Gebäude, zufriedene Menschenbuilding-management-system
Deshalb führt Sentera einen neuen Free-Cooling-Regler ein, der entwickelt wurde, um Lüftungs- und Kühlstrategien automatisch zu optimieren. So bleiben Gebäude komfortabel, energieeffizient und optimal auf wechselnde Wetterbedingungen vorbereitet. Die Zukunft gesunder Gebäude liegt nicht nur in besserer HVAC-Technik, sondern vor allem in intelligenterer Regelung.
Free Cooling ist die wichtigste Anwendung der Lüftung in Abhängigkeit von der Temperatur. Es stellt eine wertvolle Alternative oder Ergänzung zur Klimatisierung dar. Wenn die Außentemperaturen während der Nacht sinken, führt das Lüftungssystem kühlere Außenluft in das Gebäude ein, um dessen Innentemperatur zu reduzieren. Nach und nach kühlt sich das Gebäude ab. Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, reduziert das System die Zufuhr der Außenluft oder stoppt sie vollständig.
Free Cooling ist kosteneffizienter als eine herkömmliche Klimatisierung. Gleichzeitig trägt die Nutzung frischer Außenluft zu einer besseren Innenraumluftqualität bei.
 
Die Zukunft des Raumkomforts besteht nicht darin, mehr Energie zu verbrauchen – sondern sie intelligenter einzusetzen. Mit einer intelligenten HVAC-Steuerung und Free-Cooling-Strategien können Gebäude gesünder, effizienter und besser auf die Herausforderungen von morgen vorbereitet werden.
 
 
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